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Der naturwissenschaftliche Unterricht beginnt mit der Biologie in der 4. Klasse. In der 6. Klasse kommt Physik hinzu und in der 7. Klasse Chemie.
In allen naturwissenschaftlichen Fächern gehen die Lehrer phänomenologisch vor: Sie lassen die Schüler die Erscheinungen im Experiment oder an der Natur selbst erleben.
Die Jugendlichen leiten Formeln aus der direkten Anschauung ab. Sie begegnen den konkreten naturwissenschaftlichen Phänomenen, nicht gedanklichen Konstruktionen.
In der Oberstufe greifen die Fachlehrer naturwissenschaftliche Inhalte aus der Unter- und Mittelstufe auf und behandeln sie auf der Grundlage der neu erworbenen Fähigkeiten der Schüler: Diese haben inzwischen gelernt zu abstrahieren.
Wenn sich die Schüler auf diese Weise die Naturgesetze erschlossen haben, erleben sie in der 11. Klasse Wert und Grenzen modellhafter Erklärungsmuster. Sie machen die Erfahrung, dass Modelle die Wirklichkeit nicht erschöpfend darstellen können.
Während der ganzen Schulzeit bemühen wir uns, den Schülern den Zusammenhang aller Lebensbereiche mit den Naturwissenschaften nahe zu bringen. So setzen sie die Tier- und die Menschenkunde in Beziehung; sie verbinden die Naturkunde mit Geographie, Geschichte mit Chemie.

 BIOLOGIE in der OBERSTUFE:

Der Biologieunterricht findet in der Regel im Hauptunterricht statt (täglich die ersten beiden Stunden) und dauert meistens drei Wochen pro Klasse. Dabei wird stark vom Phänomenologischen ausgegangen, erst  am nächsten Tag folgen dann Erklärungen. So kann jeder Schüler durch die tägliche häusliche Beschäftigung mit den behandelten Themen anhand von Literatur oder anderen Medien je nach persönlichen Möglichkeiten und Interessenlage seine Kenntnisse festigen und erweitern oder vertiefen.

In der Oberstufe orientiert sich der Unterricht mit seinen Inhalten an der menschenkundlichen Entwicklung, also an der Entwicklung von Körper, Seele, Geist und Ich der Schüler. Dadurch wird versucht, in jedem Lebensalter gerade das zu thematisieren, was für die Schüler in ihrer Entwicklung von Bedeutung ist. Dabei wird inhaltlich Bezug genommen auf Epochen aus der Klassenlehrerzeit: Es korrespondieren die Klassen 8/9, 7/10, 6/11. Die 12.Klassepoche ist - wie die meisten in dieser Klassenstufe - eine Überblicksepoche.

In der 9. Klasse steht die Beschäftigung mit dem menschlichen Skelett im Vordergrund. Neben Aspekten von Bau und Funktion, insbesondere anhand von verschiedenen Gelenktypen, geht es um die Beweglichkeit des Skeletts im übertragenen Sinne, nämlich als Veränderungen in den ersten Lebensjahren. Dabei wird auch die Sonderstellung des Menschen thematisiert.

Die 10. Klassepoche hat  ́Die inneren Organe` des Menschen zum Inhalt. Neben Anatomie und Physiologie spielen die Psychosomatik und die Besprechung von Krankheiten eine besondere Rolle. Mit Hilfe von Tafelzeichnungen, die die Schüler exakt abzeichnen sollen, entsteht eine ganz besondere Beziehung der Schüler zu den besprochenen Organen und Organsystemen und damit zu sich selbst und ihrem eigenen Körper.

Die 11. Klasse steht im Zeichen der Beschäftigung mit mikroskopisch kleinen Lebewesen und hat damit auch Beziehung zum im Fachunterricht stattfindenden Mikroskopierkurs. Anhand von Urformen des Lebendigen werden auch die Themen 'Entstehung des Lebens`, 'Reproduktion und Vererbung`, 'Namensgebung und Artbegriff`,  ́'Bedeutung der Einzeller im Naturganzen`, ́'Bau der Zelle` und `Von der Ein- zur Vielzelligkeit` behandelt. Bei diesen Inhalten werden die Vorstellungskräfte der Schüler besonders gefordert, da die Genetik und die Cytologie viele abstrakte Aspekte enthalten.

Die 12. Klasse sucht einen Überblick über das Tier- und Pflanzenreich zu schaffen. Dabei spielen Themen wie Systematik, Baupläne, Rhythmen und Bedeutung der einzelnen Lebewesen untereinander und für den Menschen eine wichtige Rolle.

Dabei bilden sich auch Grundlagen für Grund- und Leistungskurse in der 13. Klasse.

Als Leistungen werden die pünktliche Abgabe eines eigenhändig gefertigten, sauber gestalteten und möglichst individuellen Heftes, tägliche mündliche Mitarbeit im Unterrichtsgespräch und der Erwerb von Kenntnissen gefordert. In Klassenarbeiten geht es um Wiederholung des Gelernten, um Fragen zum Verständnis und - in altersgemäß zunehmendem Maße - um Anwendung der Inhalte.

H. Freimut Gatzsche (Oberstufenlehrer)

 
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